Wenn Gedanken Leben fressen - kohlundkarma

Wenn Gedanken Leben fressen

 Bist du ein Sklave deiner Gedanken?

Über jeden Schritt detailgenau den Kopf zerbrechen um festzustellen, dass es womöglich Risiken gibt, zu gewagt oder vielleicht doch nicht so toll ist. Gar nicht erst beginnen, mit dem was sich doch anfangs so toll angehört hat.

Du kannst dein Leben zerdenken oder du lebst einfach!

Sie wollte Visagistin werden oder Mediengestalterin. Um Visagistin zu werden sollte man vorgehend eine Friseurlehre absolvieren, außerdem handelt es sich um eine kostenpflichtige Privatausbildung. In der Friseurlehre fegt man, im ersten Lehrjahr die ganze Zeit nur Haare zusammen und kocht Kaffee, wie finanziert man bloß die Visagistenschule und überhaupt, muss man dann seinen Heimatort verlassen, weil die Jobaussichten in Großstädten besser sind? Als Mediengestalter braucht man seit einigen Jahren mehr Mathematik, hat sie gehört- um Himmelswillen das konnte sie noch nie. Gedanken kreisen, Ängste häufen – Unsicherheit als treuster Begleiter.

Ich bin heute da wo ich bin – weil ich ein Kopfmensch bin, weil mein Kopf mich bremst, mir Grenzen setzt – mich verweilen lässt.

Ich bin keine Visagistin geworden und auch keine Mediengestalterin, weil mein Kopf mir zehntausend Gedankenimpulse gegeben hat, diese Ideen fallen zu lassen.

Beide Beruf finde ich nach wir vor interessant, jedoch hänge ich seit mittlerweile fasst 15 Jahren in einem Beruf, dem ich von Anbeginn nicht ein Hauch von Attraktivität abgewinnen konnte.

Dennoch bin ich dort gelandet, hänge fest und winde mich. Mal mehr, mal weniger schmerzvoll. Ich komme zurecht – jedoch, glücklich bin ich nicht.

Eine Kuriosität sondergleichen, weil ich bei vollem Bewusstsein aktiv gegen mich selbst arbeite.

Es ist so einfach nachvollziehbar und so schlecht argumentierbar, wie es dazu kam – ich hatte einfach nicht die Zeit, nicht das Wissen darüber nachzudenken. Ich befand mich in der Situation einen Beruf wählen zu müssen, meine Traumberufe hatte ich mir ja bereits selbst gedanklich aufgelöst. So stand ich da und meine Ma fand in der Zeitung eine Ausschreibung für Ausbildungsplätze im öffentlichen Dienst. „Das ist ein sicherer, guter Beruf – bewirb dich doch mal“. Selbst völlig ideenlos was Alternativen, Inhalte oder Ausmaß anbelangt habe ich mich beworben, wurde zum Einstellungsstest eingeladen. Danach folgte die Einladung zum Vorstellungsgespräch – ich kam zu spät und wurde dennoch genommen.

Die Freude war groß – außer bei mir.

„Ihr habt euch eine der schwersten Berufsausbildungen ausgewählt, wir haben in den ersten Wochen grundsätzlich Schüler die direkt wieder aufgeben“ – wie bitte, was hat er da gesagt? Schwerste Ausbildung? Aber ich habe doch die Ausbildung zur Mediengestalterin gar nicht erst angefangen, weil ich Angst hatte, dass es mir zu schwer würde und jetzt sitze ich hier und soll einer der schwersten Ausbildungen absolvieren, auf die ich nicht mal Lust habe“ Großartig! – wie konnte das passieren?

Ich habe da vorher einfach nicht drüber nachgedacht – es musste nur voran gehen und ich habe mich den Gegebenheiten hingegeben, da mir die eigenen Ideen fehlten bzw. ich dazu neige, dass was ich gerne machen würde so in seine Einzelteile zu zerpflücken, dass ich  Gründe finde, warum ich es doch besser lassen sollte.

Ist das eine Art Selbstzerstörungsprogramm? Boykott des eigenen Seins?

Wie lange soll das so weitergehen? und ist das heilbar? Seit Jahren zerreiße ich mir regelmäßig darüber den Kopf, wie ich meine Situation ändern könnte. Mal schaffe ich mir alles schön zu reden –  denke dass ich doch sehr gut zurecht komme. Wiederum zu anderen Zeiten würde ich am liebsten gar nicht erst aufstehen und nie wieder hingehen an diesen Ort, den ich mir nicht selbst ausgesucht habe.

Zerdachte Ideen, Kraft und Tränen

Diverse zerdachte Ideen, liegen hinter mir – fasst 15 Jahre in einem Beruf den ich nie wollte. Viel Kraft und Tränen hat es mich gekostet. Kraft und Tränen die ich in eine Ausbildung hätte stecken können, die ich mir   auf Grund von Ängsten von vorne herein selbst geklaut habe.

Du meinst ich könnte ja immer noch Visagistin oder Mediengestalterin werden? Schließlich bin ich ja noch jung? Glaube mir diesen Gedanken habe ich soeben erst durchgespielt – du darfst raten wo ich mit ihm gelandet bin…

Ich denke weiterhin, nicht geschieht ohne einen Grund und es wird sich noch zeigen warum es mir mit meinem Gedanken und Luftschlössern so ergeht.

Wenn die Gedanken nicht wären, hätte ich womöglich in den letzten 15 Jahren die ein – oder andere Ausbildung gemacht. Hier und da geschnuppert, mich ausprobiert, neue Grenzen erklommen – mir eine gute Zeit gemacht.

Aber auch das bleibt nur eine Vermutung, was fest steht ist, dass ich  mir auf Grund meiner Gedanken immer und immer wieder eine schwere Zeit bescheere.

Es macht einfach keinen Sinn – nur Schmerz und Unwohlsein sind das Resultat des täglichen Brainfucks eines Kopfmenschen, welchem es seinem Käfig nicht zu entrinnen gelingt.

Du hast zwei Optionen: tu die Dinge auch wenn sie dir Angst machen oder lass es bleiben aber sei okay mit deiner so gewählten Alternative!!! Und ganz oben auf die Fahne: „Rationalität töten – zurück zum Herzgefühl!“

Glaub mir ich weiß wovon ich rede und übe mich in Akzeptanz, Mut und Zuversicht. Es ist lange überfällig die Opferrolle zu verlassen! Lass uns die Gedanken besiegen und neue Wege uns erschließen.

Seit geraumer Zeit bin ich dabei, auf Samtpfoten neue Territorien zu ergründen. Ich tapse mich vorsichtig und noch sehr zurückhaltend an meine Möglichkeiten. Mit www.vondani.de habe ich mir einen Workspace erschaffen, der mir eine Möglichkeit gibt meine kreative Seite nach Außen zu kehren. Hier bin ich aktuell eher schläfrig unterwegs, aber dennoch motiviert. kohlundkarma ist sehr präsent in unser Leben getreten – unser Baby, was Zeit und Muße fordert und liebend gern von uns gefüttert wird, um als Seelenbusiness zu voller Pracht und Schönheit zu erblühen.

DanisMantra: Ich bin mutig und voller Zuversicht – habe Lust auf Neues, nehme an was ist – lasse meine Gedanken ziehen und Taten folgen.

Teile gerne deine Gedanken, Ideen oder Erfahrungen mit mir – ich freue mich über neue Impulse. In diesem Sinne lass den Gedanken Ihren Lauf, dich nicht von Ihnen unterkriegen, #seiliebzudir und #goforit.

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Über Dani

will das Leben lieben-, dich kennen- und sich fallen lassen lernen

4 Kommentare zu “Wenn Gedanken Leben fressen

  1. Nach inzwischen 27 Jahren in der öffentlichen Verwaltung glaube ich zu wissen, wovon du sprichst. Es gab Zeiten, da waren wir (meine Frau ist ebenfalls beim selben Arbeitgeber) am Boden zerstört. Aber: unsere Tochter lebt seit einem Jahr bei ihrem Freund und es ist absehbar, dass sie unsere finanzielle Unterstützung nicht mehr nötig hat. Wir planen auch, unsere Arbeitsstunden zu reduzieren und uns mehr auf die essenziellen Dinge im Leben zu konzentrieren – wobei „konzentrieren“ das falsche Wort ist. Richtiger wäre: wir lassen die essenziellen Dinge des Lebens auf uns zukommen. Familie, Freunde, Reisen, Kochen, Lieben, kurz: gemeinsam die wenige Zeit zu verbringen mit Dingen, die einem Spaß und gute Vibrations geben.
    Im öffentlichen Dienst gibt es nur wenige Stellen die es einem ermöglichen, sich selbst zu verwirklichen, und man muss schon der bestimmte Typ Mensch sein, um daraus seine Kraft und Selbstbestätigung zu ziehen. Wir sind es nicht. Wir haben uns für einen sicheren Beruf entschieden, mit allen Konsequenzen. Alles hat seine Vor- und Nachteile und ich sehe die Vorteile darin, dass ich nicht dem Risiko betriebsbedingter Kündigungen unterworfen bin und meine Dienststelle in der Arbeitszeitgestaltung relativ flexibel ist. Das ist in der freien Wirtschaft nicht ganz so bequem. Also versuchen wir, dem Arbeitstag etwas positives abzugewinnen und alles zu unserer Zufriedenheit zu erledigen, denn um unsere Zufriedenheit geht es doch am Ende.

    1. Robert, ich danke dir vielmals für deinen ausführlichen Kommentar, den Einblick in eure Lebenssituation – die Offenheit. Ganz bezaubernd. Du hast vollkommen recht; am Ende geht es darum zufrieden zu sein und irgendwann zufrieden auf sein Leben zurück blicken zu können. Es ist alles eine Frage der Einstellung und hier ist wohl dann und wann zu überprüfen, wie diese zur aktuellen Situation schwingt und an welcher Stelle Korrekturen vorgenommen werden sollten. Ich wünsche Euch alles erdenklich gute für euren weiteren Lebensweg – genießt all das was kommen mag und macht euch eine schöne Zeit <3 dani

  2. liebe dani,

    ein toller beitrag – du hast so recht mit deinen ausführungen, jedoch glaube ich, dass ihr mit kohlundkarma etwas ganz tolles geschaffen habt, was dich vielleicht in eine ganz unerwartete richtung tragen wird. das vögelchen, das irgendwann an deinen schreibtisch in der verwaltung geflogen kommen wird und dich mit all seiner kraft am kragen packt und dahin fliegt, was wirklich richtig für dich ist, ist sicher nicht mehr weit! ihr seid anders und das ist toll! ❤️ viel erfolg und ich bin gespannt wie es bei euch weitergehen wird!

    ganz viele liebe grüße,
    jule

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